Von Hannover nach Zagreb – Anni Sohnsmeyer startet bei der Jugend-EM

Jetzt ist es offi­zi­ell: Anni Sohns­mey­er wur­de vom Deut­schen Tur­ner-Bund für die Jugend-Euro­pa­meis­ter­schaf­ten in Zagreb nomi­niert. Vom 13. bis 16. August wird sie dort gemein­sam mit dem deut­schen Team auf euro­päi­scher Büh­ne antreten.

Der Weg nach Zagreb führ­te über zwei ent­schei­den­de Qua­li­fi­ka­ti­ons­wett­kämp­fe – den Deut­schen Jugend­meis­ter­schaf­ten in Back­nang und dem Jugend­län­der­kampf in Dortmund.

Bei den Deut­schen Jugend­meis­ter­schaf­ten Anfang Juli zeig­te Anni einen star­ken Mehr­kampf. Bis zum letz­ten Gerät war das Ren­nen um den Deut­schen Meis­ter­ti­tel völ­lig offen. Am Ende fehl­ten gera­de ein­mal 0,033 Punk­te zur Gold­me­dail­le – im Tur­nen oft nicht mehr als ein mini­mal nicht ganz gestreck­ter Fuß oder eine win­zi­ge Hal­tungs­ab­wei­chung. Mit der Sil­ber­me­dail­le sicher­te sich Anni den Titel der Deut­schen Vize­meis­te­rin in der Alters­klas­se 15 und emp­fahl sich damit für den Jugend­län­der­kampf bezie­hungs­wei­se die Dort­mund Tro­phy – den zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­wett­kampf für die Jugend-Europameisterschaften.

In Dort­mund muss­te Anni ihre Leis­tung noch ein­mal bestä­ti­gen. Gegen die Aus­wahl­mann­schaf­ten aus Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en und der Schweiz turn­te sie einen siche­ren Vier­kampf und erreich­te 48,000 Punk­te. Beson­ders stark prä­sen­tier­te sie sich am Sprung (12,550 Punk­te) und am Stu­fen­bar­ren (12,450 Punk­te). Das deut­sche Team bel­ge­te ins­ge­samt den drit­ten Platz hin­ter Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en und Anni konn­te sich auf­grund der gezeig­ten Leis­tun­gen über die Nomi­nie­rung für die Jugend-Euro­pa­meis­ter­schaf­ten freuen.

Damit hat Anni nun ein wesent­li­ches Ziel die­ser Sai­son erreicht. Ent­spre­chend groß war die Freu­de, als der Deut­sche Tur­ner-Bund das deut­sche Team bekannt gab. Viel Zeit zum Fei­ern bleibt aller­dings nicht: Bis zur EM in Zagreb ste­hen am Olym­pia­stütz­punkt Nie­der­sach­sen noch eini­ge inten­si­ve Trai­nings­wo­chen an.