Tina Deeken holt Deutschen Meistertitel in Wilhelmshaven

Gold für Tina Deeken: Bei den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten über die Kurz­di­stanz im Para­tri­ath­lon in Wil­helms­ha­ven hat die Ath­le­tin des VfL Ein­tracht Han­no­ver in der Start­klas­se PTWC den Deut­schen Meis­ter­ti­tel gewon­nen. Für Deeken ist es nach ihrem Erfolg über die Sprint­di­stanz in Schwein­furt bereits der zwei­te Deut­sche Meis­ter­ti­tel in die­ser Saison.

Für die 1,5 Kilo­me­ter Schwim­men, 40 Kilo­me­ter Hand­bike und zehn Kilo­me­ter Renn­roll­stuhl benö­tig­te Deeken 3:02:07 Stun­den. Ihre Ein­zel­zei­ten: 28:25 Minu­ten im Schwim­men, 1:39:35 Stun­den auf dem Hand­bike und 48:31 Minu­ten im Renn­roll­stuhl. Beson­ders mit ihrer Leis­tung auf dem Hand­bike war die Han­no­ve­ra­ne­rin sehr zufrieden.

Auch die Bedin­gun­gen an der Nord­see mach­ten den Wett­kampf zu einer beson­de­ren Her­aus­for­de­rung. Vor allem die gro­ße Hit­ze ver­lang­te den Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten viel ab. Für Deeken war ins­be­son­de­re die Fahrt im Renn­roll­stuhl auf dem engen Deich im dich­ten Läu­fer­feld mit hoher Kon­zen­tra­ti­on zu absolvieren.

Für eine beson­de­re Atmo­sphä­re sorg­ten die zahl­rei­chen Helfer*innen vor Ort. Gera­de die Para­tri­ath­le­tin­nen wur­den mit viel Auf­merk­sam­keit und Enga­ge­ment unter­stützt – eine wert­vol­le Hil­fe bei den hohen Tem­pe­ra­tu­ren und den beson­de­ren Anfor­de­run­gen des Wettkampfs.

Neben den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten wur­den in Wil­helms­ha­ven auch die Nie­der­säch­si­schen Lan­des­meis­ter­schaf­ten aus­ge­tra­gen. Deeken beleg­te in der AK50 inklu­siv über­ra­schend den drit­ten Platz. Den Lan­des­meis­ter­ti­tel gewann Hei­ke Wer­ner (Vic­to­ria Lin­den), die Deeken zugleich bei der Anrei­se unter­stütz­te und den Trans­port von Tina, ihrem Hand­bike und Renn­roll­stuhl übernahm.

Auch Uli Hop­pe (sie­he Foto) aus Nie­der­sach­sen war erfolg­reich: Der Ath­let des 1. TC Olden­burg „Die Bären“ gewann in der Start­klas­se PTS4 eben­falls den Deut­schen Meis­ter­ti­tel über die Kurzdistanz.

Inklu­si­ve Staf­fel mit Transplant-Kids

Deeken war in Wil­helms­ha­ven außer­dem als Schwim­me­rin Teil einer inklu­si­ven Staf­fel des Teams Trans­plant-Kids e.V. Gemein­sam mit Maxi­mi­li­an Tietz, Liga-Beauf­trag­ter des Tri­ath­lon Ver­ban­des Nie­der­sach­sen, auf dem Rad und der selbst trans­plan­tier­ten und bei Trans­plant-Kids enga­gier­ten Lina Rosen­boom auf der Lauf­stre­cke erreich­te das Team den fünf­ten Platz in der inklu­si­ven Wertung.

Trans­plant-Kids e.V. unter­stützt organ­trans­plan­tier­te Kin­der und Jugend­li­che sowie ihre Fami­li­en. Tina Deeken ist Schirm­her­rin des Ver­eins und setzt sich dafür ein, auf die Situa­ti­on trans­plan­tier­ter Kin­der und Jugend­li­cher auf­merk­sam zu machen.

<https://www.transplant-kids.de/>

Mit dem Deut­schen Meis­ter­ti­tel und wei­te­ren guten Plat­zie­run­gen war Wil­helms­ha­ven für Deeken ein erfolg­rei­ches Wett­kampf­wo­chen­en­de – und zugleich ein Bei­spiel dafür, wie selbst­ver­ständ­lich Leis­tungs­sport und inklu­si­ve Wett­be­wer­be mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den können.