M.P. Zum dritten Mal in diesem Sommer war das neu eröffnete Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid Austragungsort Deutscher Meisterschaften. Nach den Jugend- und Juniorenmeisterschaften wurden am 25. und 26. Juli die nationalen Titelkämpfe der Aktiven ausgetragen.
Für den VfL Eintracht Hannover gingen Niklas von Zitzewitz im Hochsprung und Marie Pröpsting über 1.500 m an den Start – und beide zeigten starke Leistungen.
Bereits am Samstagmittag standen die Halbfinals über 1.500 m auf dem Programm. Marie reiste zwar als Zehnte der Meldeliste an, aufgrund der hohen Leistungsdichte war der Einzug in das zwölfköpfige Finale allerdings alles andere als selbstverständlich. In jedem der beiden Halbfinals qualifizierten sich die ersten sechs Läuferinnen unabhängig von ihrer Zeit.
Marie übernahm nach dem Start früh die Spitze des zwölfköpfigen Feldes und ließ sich auch vom zunehmend höheren Tempo nicht aus der Ruhe bringen. Bis auf die letzten 200 m behauptete sie sich an der Spitze und überquerte im harten Endspurt schließlich als Dritte in starken 4:19,29 min die Ziellinie. Der Finaleinzug war damit souverän geschafft.
Am Samstagnachmittag folgte das Hochsprungfinale. Niklas war als Sechster der Meldeliste angereist. Nach seiner überraschenden Silbermedaille bei den Deutschen Hallenmeisterschaften war klar: An einem guten Tag konnte er auch diesmal ganz vorne mitmischen.
Genau das zeigte er eindrucksvoll. Die Einstiegshöhe von 1,95 m sowie 2,00 m meisterte er jeweils im ersten Versuch. Über 2,05 m unterliefen ihm zunächst zwei Fehlversuche, doch im dritten Anlauf überquerte er die Höhe souverän. Anschließend sprang Niklas im zweiten Versuch die 2,10 m und stellte damit seine persönliche Bestleistung aus der Hallensaison ein.
Danach wurden 2,15 m aufgelegt – eine Höhe, die durchaus in Reichweite schien. Es ging um die Bronzemedaille, und Niklas kämpfte in allen drei Versuchen um jeden Zentimeter. Am Ende wollte die Latte zwar noch nicht liegen bleiben, doch trotz der unglücklichen Fehlversuche über die vorherigen Höhen, die im Vergleich zum höhengleichen Konkurrenten aus Garbsen den Ausschlag gaben, durfte er sich über einen hervorragenden 4. Platz freuen!
Am Sonntagnachmittag bei windigen Bedingungen stand schließlich das Finale über 1.500 m an. Marie hielt sich zunächst im Hauptfeld auf und sparte in dem typisch taktisch geprägten Meisterschaftsrennen ihre Kräfte. Nach rund 600 m übernahm sie die Führung und entzog sich damit dem dichten Gedränge im Feld. Als auf der Schlussrunde das Tempo noch einmal deutlich anzog, konnte sie den harten Spurt der Spitze zwar nicht ganz mitgehen, zeigte aber bis zum Ziel großen Kampfgeist, überholte noch eine Konkurrentin und belegte einen starken 8. Platz bei Deutschen Meisterschaften.
Herzlichen Glückwunsch an Niklas, Marie und die Trainerteams!

