Norddeutsche Meisterschaften Bremen | 11./12.07.2026
M.P. Parallel zu den Deutschen Jugendmeisterschaften fanden in Bremen die Titelkämpfe der Norddeutschen Verbände statt. Für viele stellte die Meisterschaft das letzte große Highlight in dieser Saison dar.
Zwei Titel für den VfL Eintracht
Nach seiner Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften in der Woche zuvor zeigte Nelio Klein erneut ein starkes Rennen über 400 m. In der Altersklasse U18 blieb er als einziger Athlet unter der 51-Sekunden-Marke und gewann in 50,93 s souverän die Goldmedaille.
Über 1.500 m der Frauen wollte zunächst niemand das Tempo übernehmen – auch aufgrund des starken Gegenwinds auf der Gegengeraden am Sonntagnachmittag. Rund 600 m vor dem Ziel setzte sich Marie Pröpsting an die Spitze des Feldes, verschärfte das Tempo und ließ anschließend keine Konkurrentin mehr an sich vorbei. Mit 4:28,17 min und knapp einer Sekunde Vorsprung wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich ebenfalls den Norddeutschen Meistertitel.
Bereits am Vortag war Marie über 800 m an den Start gegangen und hatte sich in neuer persönlicher Bestzeit von 2:09,46 min die Silbermedaille gesichert. Mit Blick auf die in zwei Wochen anstehenden Deutschen Meisterschaften sind diese Leistungen vielversprechend.
Einen kleinen Krimi erlebte Charlotte Waldkirch im Weitsprung der Frauen. Bis zum fünften Versuch führte sie das Feld mit 5,92 m an, gesprungen im zweiten Durchgang. Erst im vorletzten Versuch zog die Berlinerin Michelle Manke mit einem Zentimeter Vorsprung vorbei. Nachdem Charlotte in den vergangenen Wochen mehrfach die 6‑Meter-Marke übertroffen hatte, schien der Sieg weiterhin in Reichweite. Die beiden letzten Versuche waren jedoch leider ungültig, sodass sie sich am Ende mit dem Vizetitel zufriedengeben musste.
Ebenfalls Silber gewann Nele Lauryn Stahl im Diskuswurf der Frauen. Nach ihrem guten Auftritt bei den Deutschen U23-Meisterschaften knüpfte sie nahtlos an ihre tollen Leistungen an und steigerte ihre persönliche Bestweite am Sonntag auf 47,39 m. Im selben Wettbewerb belegte Sonka Kielmann mit 42,00 m den sechsten Platz.
Im Kugelstoßen der Männer sicherte sich Julian Bilsky mit 13,71 m die Bronzemedaille.
Über 200 m der Frauen lief Paula Hüsig sowohl im Halbfinale als auch im Finale erstmals unter 25 Sekunden – beide Male allerdings bei zu starkem Rückenwind, sodass die Zeiten nicht bestenlistenfähig sind. Mit 24,99 s belegte sie im A‑Finale einen starken vierten Platz. Im selben Lauf verbesserte auch Elisabeth Greimel ihre persönliche Bestzeit unter den irregulären Windbedingungen (+2,1 m/s) auf 25,41 s und wurde Siebte.
Mehrkämpferin Lea Zybur startete am Sonntag im Kugelstoßen und belegte mit 10,20 m Rang sieben.
Auch Manon Martsch zeigte ein starkes Rennen über 1.500 m der Frauen. Nachdem sie in ihrem Zeitlauf Zweite geworden war, belegte sie mit neuer persönlicher Bestzeit von 4:36,64 min im Gesamtergebnis Platz sieben.
Für das Finale über 100 m der Männer qualifizierte sich Fawzane Salifou und sprintete dort in 10,76 s auf Rang sieben. Henrik Schöps blieb im Zwischenlauf mit 10,96 s erstmals in seiner Karriere unter der 11-Sekunden-Marke. Lasse Daut schied ebenfalls im Zwischenlauf aus, nachdem er bereits im Vorlauf mit 11,28 s eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt hatte.
Über 200 m wurde Henrik im B‑Finale in 22,32 s Fünfter.
Ein mutiges Rennen zeigte Victoria Meyer über 400 m der Frauen. Sie gewann ihren Zeitlauf in 59,19 s, was im Gesamtergebnis Platz acht bedeutete. Auch Emma Reimer hatte sich vorgenommen, erstmals die 60-Sekunden-Marke zu unterbieten. Das gelang ihr mit 59,81 s, womit sie den 13. Platz belegte.
Elias Bieker (U20) startete über 400 m der Männer und wurde in 52,37 s Zwölfter.
Über 100 m der Frauen lief Elisabeth Greimel 12,57 s. Ronja Goltermann stellte im Vorlauf mit 13,27 s eine neue persönliche Bestzeit auf, Annica Görlitz erreichte 13,37 s.
Über 100 m Hürden der Frauen liefen Lea Zybur (15,27 s) und Victoria Meyer (15,29 s) nahezu identische Zeiten. Für beide reichte es jedoch nicht für den Einzug ins Finale.
