Ein außergewöhnliches Abenteuer mit einem historischen Erfolg: Tina Deeken vom VfL Eintracht Hannover hat bei einer Expedition nach Spitzbergen (Svalbard/Norwegen) einen neuen Weltrekord im Para-Eisschwimmen aufgestellt. Am 17. Juli 2026 schwamm sie in der Borebukta-Bucht am Borebreen-Gletscher bei eisigen 4,9 Grad Wassertemperatur 500 Meter in 11:44,97 Minuten – die längste jemals dokumentierte Para-Eisschwimmdistanz unter Arctic-Polar-Bedingungen.
Bereits einen Tag zuvor schrieb Tina Geschichte: Mit 325 Metern wurde sie zur ersten Para-Eisschwimmerin, die eine offiziell dokumentierte Arctic-Polar-Distanz im Polarmeer absolvierte.
Die Expedition wurde von Tinas langjährigem Freund und Coach Gerald Daringer (Aqua and Ice) aus Österreich geleitet. Gemeinsam mit einem erfahrenen internationalen Team führte die Reise bis auf 78 Grad nördlicher Breite. Nach der Akklimatisation im Hafen von Longyearbyen wurde der Schwimmkurs per GPS direkt vor dem Borebreen-Gletscher zwischen treibenden Eisschollen und kleinen Eisbergen abgesteckt. Begleitet von einem Zodiac meisterte Tina die anspruchsvolle Strecke souverän und wurde nach ihrem erfolgreichen Weltrekord unter großem Jubel an Bord der MS Farm empfangen.
Neben den sportlichen Herausforderungen beeindruckte auch die einzigartige Natur Spitzbergens. Auf dem Weg zum Gletscher begegneten dem Team Walrosse, Robben und Papageientaucher – eine Eisbärensichtung blieb glücklicherweise aus.
Mit ihrem neuen Weltrekord baut Tina Deeken ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte weiter aus. Die Athletin des VfL Eintracht Hannover gehört mit inzwischen 19 Weltmeister- und 9 Europameistertiteln zu den erfolgreichsten Para-Eisschwimmerinnen der Welt. Der VfL Eintracht Hannover gratuliert Tina und dem gesamten Expeditionsteam herzlich zu dieser außergewöhnlichen Leistung.




Fotos: Jack Griesbeck