VfL Eintracht Hannover Triathlon überzeugt mit Top-Ergebnissen und Inklusion

Bei bes­ten Bedin­gun­gen mit strah­len­dem Son­nen­schein prä­sen­tier­ten sich die Tri­ath­le­tin­nen und Tri­ath­le­ten des VfL Ein­tracht Han­no­ver beim BRAWO Tri­ath­lon am Salz­git­ter­see in star­ker Form.

Für das Frau­en-Team in der Lan­des­li­ga sprang am Ende ein her­vor­ra­gen­der fünf­ter Platz in der Mann­schafts­wer­tung her­aus. Maß­geb­li­chen Anteil dar­an hat­ten die geschlos­se­nen Leis­tun­gen der VfL-Athletinnen.
Für das sport­li­che High­light sorg­te Kira-May Gres­brand, die in 1:19:09 Stun­den nicht nur das TLL-Frau­en­­feld gewann, son­dern sich damit auch den Lan­des­meis­ter­ti­tel AK35 sicher­te. Eben­falls star­ke Leis­tun­gen zeig­ten Gre­ta Kott­mann (18. Platz, 1:26:17 Stun­den), Man­ja Woydt (22. Platz, 1:27:08 Stun­den), Nuria Matyas (26. Platz, 1:28:15 Stun­den), Marei­ke Wei­de­mann (35. Platz, 1:32:55 Stun­den) und Ina Hubert (51. Platz, 1:41:04 Stunden).

Neben den erfolg­rei­chen Frau­en zeig­te auch die Her­ren­mann­schaft des VfL Ein­tracht Han­no­ver in der Lan­des­li­ga eine geschlos­se­ne Team­leis­tung und beleg­te Platz 17 in der Mann­schafts­wer­tung. Udo Grem­ke kam in 1:18:50 Stun­den auf den 50. Platz, Dirk Wie­sen­hö­fer beleg­te in 1:21:05 Stun­den Rang 60 und Bela Buss­kamp erreich­te mit 1:23:12 Stun­den den 72. Platz.

Abge­run­det wur­de der gelun­ge­ne VfL-Auf­­­tritt durch den Start von Para­tri­ath­le­tin Tina Deeken. Die Ath­le­tin der Start­klas­se PTWC absol­vier­te die Sprint­di­stanz über 750 Meter Schwim­men, 25 Kilo­me­ter mit dem Hand­bike und fünf Kilo­me­ter im Renn­roll­stuhl in 1:46:15 Stun­den und beleg­te damit Platz 9 in der inklu­si­ven Wer­tung der Alters­klas­se 50.
Dass Inklu­si­on beim Tri­ath­lon am Salz­git­ter­see längst selbst­ver­ständ­lich gelebt wird, zeig­te sich erneut hin­ter den Kulis­sen. Nach meh­re­ren Jah­ren mit Para-Starts sind die Abläu­fe inzwi­schen bes­tens ein­ge­spielt. Zusätz­li­che Abspra­chen sind kaum noch not­wen­dig – Ver­an­stal­ter­team, Kampfrichter*innen und Hel­fen­de wis­sen genau, wor­auf es ankommt, und ermög­li­chen so einen rei­bungs­lo­sen Wett­kampf­tag. Dabei konn­te Tina Deeken ins­be­son­de­re auf die Unter­stüt­zung von Sup­port­er Fran­cis­co „Paco“ Caba­nil­las Gar­cia zählen.

Nicht nur in Salz­git­ter gab es Grund zum Fei­ern: Tri­a­th­­lon-Spar­­ten­­lei­­ter Maik Ples­se wag­te sich beim Ost­see­Man Tri­ath­lon 2026 an die Königs­dis­zi­plin und fei­er­te sei­ne Pre­mie­re auf der Lang­di­stanz. Mit einer Zeit von 10:49:09 Stun­den finish­te er die extre­me Her­aus­for­de­rung souverän.
In einem star­ken Teil­neh­mer­feld sicher­te er sich damit Rang 55 von 206 in der Gesamt­wer­tung (AK 50 Platz 7).

Mit dem Lan­des­meis­ter­ti­tel von Kira-May, dem 5. Platz der Frau­en in der Lan­des­li­ga, dem gelun­ge­nen Ergeb­nis der Her­ren­mann­schaft, einem selbst­ver­ständ­li­chem inklu­si­ven Wett­kampf­auf­tritt von Tina sowie dem Lan­g­­di­stanz-Debüt von Spar­ten­lei­ter Maik blickt der VfL Ein­tracht Han­no­ver auf ein rund­um erfolg­rei­ches Wett­kampf­wo­chen­en­de zurück.

Deutsche Meisterschaften 2026: Niklas und Marie mit Top-Resultaten

M.P. Zum drit­ten Mal in die­sem Som­mer war das neu eröff­ne­te Lohr­hei­de­sta­di­on in Bochum-Wat­­ten­­scheid Aus­tra­gungs­ort Deut­scher Meis­ter­schaf­ten. Nach den Jugend- und Junio­ren­meis­ter­schaf­ten wur­den am 25. und 26. Juli die natio­na­len Titel­kämp­fe der Akti­ven ausgetragen.

Für den VfL Ein­tracht Han­no­ver gin­gen Niklas von Zit­ze­witz im Hoch­sprung und Marie Pröps­ting über 1.500 m an den Start – und bei­de zeig­ten star­ke Leistungen.

Bereits am Sams­tag­mit­tag stan­den die Halb­fi­nals über 1.500 m auf dem Pro­gramm. Marie reis­te zwar als Zehn­te der Mel­de­lis­te an, auf­grund der hohen Leis­tungs­dich­te war der Ein­zug in das zwölf­köp­fi­ge Fina­le aller­dings alles ande­re als selbst­ver­ständ­lich. In jedem der bei­den Halb­fi­nals qua­li­fi­zier­ten sich die ers­ten sechs Läu­fe­rin­nen unab­hän­gig von ihrer Zeit.

Marie über­nahm nach dem Start früh die Spit­ze des zwölf­köp­fi­gen Fel­des und ließ sich auch vom zuneh­mend höhe­ren Tem­po nicht aus der Ruhe brin­gen. Bis auf die letz­ten 200 m behaup­te­te sie sich an der Spit­ze und über­quer­te im har­ten End­spurt schließ­lich als Drit­te in star­ken 4:19,29 min die Ziel­li­nie. Der Final­ein­zug war damit sou­ve­rän geschafft.

Am Sams­tag­nach­mit­tag folg­te das Hoch­sprung­fi­na­le. Niklas war als Sechs­ter der Mel­de­lis­te ange­reist. Nach sei­ner über­ra­schen­den Sil­ber­me­dail­le bei den Deut­schen Hal­len­meis­ter­schaf­ten war klar: An einem guten Tag konn­te er auch dies­mal ganz vor­ne mitmischen.

Genau das zeig­te er ein­drucks­voll. Die Ein­stiegs­hö­he von 1,95 m sowie 2,00 m meis­ter­te er jeweils im ers­ten Ver­such. Über 2,05 m unter­lie­fen ihm zunächst zwei Fehl­ver­su­che, doch im drit­ten Anlauf über­quer­te er die Höhe sou­ve­rän. Anschlie­ßend sprang Niklas im zwei­ten Ver­such die 2,10 m und stell­te damit sei­ne per­sön­li­che Best­leis­tung aus der Hal­len­sai­son ein.

Danach wur­den 2,15 m auf­ge­legt – eine Höhe, die durch­aus in Reich­wei­te schien. Es ging um die Bron­ze­me­dail­le, und Niklas kämpf­te in allen drei Ver­su­chen um jeden Zen­ti­me­ter. Am Ende woll­te die Lat­te zwar noch nicht lie­gen blei­ben, doch trotz der unglück­li­chen Fehl­ver­su­che über die vor­he­ri­gen Höhen, die im Ver­gleich zum höhen­glei­chen Kon­kur­ren­ten aus Garb­sen den Aus­schlag gaben, durf­te er sich über einen her­vor­ra­gen­den 4. Platz freuen!

Am Sonn­tag­nach­mit­tag bei win­di­gen Bedin­gun­gen stand schließ­lich das Fina­le über 1.500 m an. Marie hielt sich zunächst im Haupt­feld auf und spar­te in dem typisch tak­tisch gepräg­ten Meis­ter­schafts­ren­nen ihre Kräf­te. Nach rund 600 m über­nahm sie die Füh­rung und ent­zog sich damit dem dich­ten Gedrän­ge im Feld. Als auf der Schluss­run­de das Tem­po noch ein­mal deut­lich anzog, konn­te sie den har­ten Spurt der Spit­ze zwar nicht ganz mit­ge­hen, zeig­te aber bis zum Ziel gro­ßen Kampf­geist, über­hol­te noch eine Kon­kur­ren­tin und beleg­te einen star­ken 8. Platz bei Deut­schen Meisterschaften.

Herz­li­chen Glück­wunsch an Niklas, Marie und die Trainerteams!

Inklusive Staffel mit Triathlon-Premiere bei den Finals

Im Rah­men der Finals 2026 ging beim Open Race des Sprint­tri­ath­lons am Stein­hu­der Meer das ‘Team Inklu­si­on’ mit Tina Deeken, Ste­fan Nie­mey­er sowie Mar­kus Hil­ler und Tammo an den Start. Die Staf­fel absol­vier­te den Wett­kampf erfolg­reich und erreich­te in 1:23:20 Stun­den den 9. Platz in der Mixed-Wertung.
Den Auf­takt mach­te Para­tri­ath­le­tin Tina Deeken vom VfL Ein­tracht Han­no­ver. Die amtie­ren­de Deut­sche Meis­te­rin über die Sprint­di­stanz in der Start­klas­se PTWC schwamm die 750 Meter im Stein­hu­der Meer bei 20° Was­ser­tem­pe­ra­tur in 14:31 Minu­ten und über­gab den Trans­pon­der direkt am Schwimm­aus­stieg an Ste­fan Nie­mey­er. Die­ser absol­vier­te die 20 Kilo­me­ter auf dem Rad in 32:02 Minuten.

Für den abschlie­ßen­den 5‑Ki­­lo­­me­­ter-Lauf sorg­ten Mar­kus Hil­ler und sein Sohn Tammo. Das erfah­re­ne Lauf-Duo, das bereits vie­le Lauf­ver­an­stal­tun­gen gemein­sam gemeis­tert hat, fei­er­te dabei sei­ne Tri­a­th­­lon-Pre­­mie­­re. Mar­kus schob Tammo im Roll­stuhl sicher bis zum Ziel (33:52 min.) und sorg­te damit für einen emo­tio­na­len Abschluss der Staf­fel beim gemein­sa­mem Zieleinlauf.

Eine Beson­der­heit war der Ablauf der Wech­sel: Der Trans­pon­der­wech­sel zwi­schen Para­schwim­me­rin und Rad­fah­rer erfolg­te direkt am Was­ser, wäh­rend Mar­kus, Tammo und der Roll­stuhl einen sepa­ra­ten frei­en Platz in der Wech­sel­zo­ne nutz­ten konn­ten. Die­se indi­vi­du­el­le Lösung ermög­lich­te einen siche­ren und rei­bungs­lo­sen Ablauf und zeig­te, wie Inklu­si­on im Tri­ath­lon mit etwas Fle­xi­bi­li­tät ganz selbst­ver­ständ­lich umge­setzt wer­den kann.

Im Anschluss ver­folg­te das Team das hoch­klas­sig besetz­te Eli­te­ren­nen der Frau­en und genoss die beson­de­re Atmospä­re der Finals am Stein­hu­der Meer.

Ein beson­de­rer Dank gilt den Ver­an­stal­tern von Tri­a­th­­lonD-Events sowie den Bun­­des- und Lan­des­kampf­rich­tern. Mit ihrer Offen­heit und ihrer Bereit­schaft, den beson­de­ren Wech­sel­ab­lauf zu ermög­li­chen, haben sie wesent­lich dazu bei­getra­gen, dass die­se inklu­si­ve Staf­fel Teil des Open Race im Rah­men der Finals sein konnte.

Die Finals haben ein­drucks­voll gezeigt, wie geleb­te Inklu­si­on im Tri­ath­lon aus­se­hen kann. Im Pod­cast ‘Rezep­te für Demo­kra­tie’ der Nie­der­säch­si­schen Lot­­to-Sport-Stif­­tung spricht Tina Deeken dar­über, war­um ech­te Teil­ha­be weit über den Wett­kampf hin­aus­geht und wie Sport Brü­cken zwi­schen Men­schen bau­en kann:

<https://www.lotto-sport-stiftung.de/aktuelles/eisschwimmen-teilhabe-und-viele-kleine-hindernisse-auf-der-strecke-mit-tina-deeken/>

Foto (Team): Vera Zellmer/NDR
Foto (Tina): Jan F. Helbig

Von Hannover nach Zagreb – Anni Sohnsmeyer startet bei der Jugend-EM

Jetzt ist es offi­zi­ell: Anni Sohns­mey­er wur­de vom Deut­schen Tur­­ner-Bund für die Jugend-Euro­­pa­­meis­­ter­­schaf­­ten in Zagreb nomi­niert. Vom 13. bis 16. August wird sie dort gemein­sam mit dem deut­schen Team auf euro­päi­scher Büh­ne antreten.

Der Weg nach Zagreb führ­te über zwei ent­schei­den­de Qua­li­fi­ka­ti­ons­wett­kämp­fe – den Deut­schen Jugend­meis­ter­schaf­ten in Back­nang und dem Jugend­län­der­kampf in Dortmund.

Bei den Deut­schen Jugend­meis­ter­schaf­ten Anfang Juli zeig­te Anni einen star­ken Mehr­kampf. Bis zum letz­ten Gerät war das Ren­nen um den Deut­schen Meis­ter­ti­tel völ­lig offen. Am Ende fehl­ten gera­de ein­mal 0,033 Punk­te zur Gold­me­dail­le – im Tur­nen oft nicht mehr als ein mini­mal nicht ganz gestreck­ter Fuß oder eine win­zi­ge Hal­tungs­ab­wei­chung. Mit der Sil­ber­me­dail­le sicher­te sich Anni den Titel der Deut­schen Vize­meis­te­rin in der Alters­klas­se 15 und emp­fahl sich damit für den Jugend­län­der­kampf bezie­hungs­wei­se die Dort­mund Tro­phy – den zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­wett­kampf für die Jugend-Europameisterschaften.

In Dort­mund muss­te Anni ihre Leis­tung noch ein­mal bestä­ti­gen. Gegen die Aus­wahl­mann­schaf­ten aus Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en und der Schweiz turn­te sie einen siche­ren Vier­kampf und erreich­te 48,000 Punk­te. Beson­ders stark prä­sen­tier­te sie sich am Sprung (12,550 Punk­te) und am Stu­fen­bar­ren (12,450 Punk­te). Das deut­sche Team bel­ge­te ins­ge­samt den drit­ten Platz hin­ter Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en und Anni konn­te sich auf­grund der gezeig­ten Leis­tun­gen über die Nomi­nie­rung für die Jugend-Euro­­pa­­meis­­ter­­schaf­­ten freuen.

Damit hat Anni nun ein wesent­li­ches Ziel die­ser Sai­son erreicht. Ent­spre­chend groß war die Freu­de, als der Deut­sche Tur­­ner-Bund das deut­sche Team bekannt gab. Viel Zeit zum Fei­ern bleibt aller­dings nicht: Bis zur EM in Zagreb ste­hen am Olym­pia­stütz­punkt Nie­der­sach­sen noch eini­ge inten­si­ve Trai­nings­wo­chen an.

Weltrekord Para Eisschwimmen: Tina Deeken schwimmt in der Arktis in die Geschichtsbücher

Ein außer­ge­wöhn­li­ches Aben­teu­er mit einem his­to­ri­schen Erfolg: Tina Deeken vom VfL Ein­tracht Han­no­ver hat bei einer Expe­di­ti­on nach Spitz­ber­gen (Svalbard/Norwegen) einen neu­en Welt­re­kord im Para-Eis­­schwim­­men auf­ge­stellt. Am 17. Juli 2026 schwamm sie in der Bore­­buk­­ta-Bucht am Bore­­b­reen-Gle­t­­scher bei eisi­gen 4,9 Grad Was­ser­tem­pe­ra­tur 500 Meter in 11:44,97 Minu­ten – die längs­te jemals doku­men­tier­te Para-Eis­­schwim­m­­di­stanz unter Arctic-Polar-Bedingungen.

Bereits einen Tag zuvor schrieb Tina Geschich­te: Mit 325 Metern wur­de sie zur ers­ten Para-Eis­­schwim­­me­rin, die eine offi­zi­ell doku­men­tier­te Arc­­tic-Polar-Distanz im Polar­meer absolvierte.

Die Expe­di­ti­on wur­de von Tinas lang­jäh­ri­gem Freund und Coach Gerald Dar­in­ger (Aqua and Ice) aus Öster­reich gelei­tet. Gemein­sam mit einem erfah­re­nen inter­na­tio­na­len Team führ­te die Rei­se bis auf 78 Grad nörd­li­cher Brei­te. Nach der Akkli­ma­tis­a­ti­on im Hafen von Lon­gye­ar­by­en wur­de der Schwimm­kurs per GPS direkt vor dem Bore­­b­reen-Gle­t­­scher zwi­schen trei­ben­den Eis­schol­len und klei­nen Eis­ber­gen abge­steckt. Beglei­tet von einem Zodiac meis­ter­te Tina die anspruchs­vol­le Stre­cke sou­ve­rän und wur­de nach ihrem erfolg­rei­chen Welt­re­kord unter gro­ßem Jubel an Bord der MS Farm empfangen.

Neben den sport­li­chen Her­aus­for­de­run­gen beein­druck­te auch die ein­zig­ar­ti­ge Natur Spitz­ber­gens. Auf dem Weg zum Glet­scher begeg­ne­ten dem Team Wal­ros­se, Rob­ben und Papa­gei­en­tau­cher – eine Eis­bä­ren­sich­tung blieb glück­li­cher­wei­se aus.

Mit ihrem neu­en Welt­re­kord baut Tina Deeken ihre beein­dru­cken­de Erfolgs­ge­schich­te wei­ter aus. Die Ath­le­tin des VfL Ein­tracht Han­no­ver gehört mit inzwi­schen 19 Wel­t­­meis­­ter- und 9 Euro­pa­meis­ter­ti­teln zu den erfolg­reichs­ten Para-Eis­­schwim­­me­rin­­nen der Welt. Der VfL Ein­tracht Han­no­ver gra­tu­liert Tina und dem gesam­ten Expe­di­ti­ons­team herz­lich zu die­ser außer­ge­wöhn­li­chen Leistung.

Fotos: Jack Griesbeck

Nelio und Marie gewinnen Norddeutsche Meistertitel

Norddeutsche Meisterschaften Bremen | 11./12.07.2026

M.P. Par­al­lel zu den Deut­schen Jugend­meis­ter­schaf­ten fan­den in Bre­men die Titel­kämp­fe der Nord­deut­schen Ver­bän­de statt. Für vie­le stell­te die Meis­ter­schaft das letz­te gro­ße High­light in die­ser Sai­son dar.

Zwei Titel für den VfL Eintracht

Nach sei­ner Teil­nah­me an den Deut­schen Jugend­meis­ter­schaf­ten in der Woche zuvor zeig­te Nelio Klein erneut ein star­kes Ren­nen über 400 m. In der Alters­klas­se U18 blieb er als ein­zi­ger Ath­let unter der 51-Sekun­­den-Mar­ke und gewann in 50,93 s sou­ve­rän die Goldmedaille.

Über 1.500 m der Frau­en woll­te zunächst nie­mand das Tem­po über­neh­men – auch auf­grund des star­ken Gegen­winds auf der Gegen­ge­ra­den am Sonn­tag­nach­mit­tag. Rund 600 m vor dem Ziel setz­te sich Marie Pröps­ting an die Spit­ze des Fel­des, ver­schärf­te das Tem­po und ließ anschlie­ßend kei­ne Kon­kur­ren­tin mehr an sich vor­bei. Mit 4:28,17 min und knapp einer Sekun­de Vor­sprung wur­de sie ihrer Favo­ri­ten­rol­le gerecht und sicher­te sich eben­falls den Nord­deut­schen Meistertitel.

Bereits am Vor­tag war Marie über 800 m an den Start gegan­gen und hat­te sich in neu­er per­sön­li­cher Best­zeit von 2:09,46 min die Sil­ber­me­dail­le gesi­chert. Mit Blick auf die in zwei Wochen anste­hen­den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten sind die­se Leis­tun­gen vielversprechend.

Einen klei­nen Kri­mi erleb­te Char­lot­te Wald­kirch im Weit­sprung der Frau­en. Bis zum fünf­ten Ver­such führ­te sie das Feld mit 5,92 m an, gesprun­gen im zwei­ten Durch­gang. Erst im vor­letz­ten Ver­such zog die Ber­li­ne­rin Michel­le Man­ke mit einem Zen­ti­me­ter Vor­sprung vor­bei. Nach­dem Char­lot­te in den ver­gan­ge­nen Wochen mehr­fach die 6‑Me­­ter-Mar­ke über­trof­fen hat­te, schien der Sieg wei­ter­hin in Reich­wei­te. Die bei­den letz­ten Ver­su­che waren jedoch lei­der ungül­tig, sodass sie sich am Ende mit dem Vize­ti­tel zufrie­den­ge­ben musste.

Eben­falls Sil­ber gewann Nele Lau­ryn Stahl im Dis­kus­wurf der Frau­en. Nach ihrem guten Auf­tritt bei den Deut­schen U23-Meis­­ter­­schaf­­ten knüpf­te sie naht­los an ihre tol­len Leis­tun­gen an und stei­ger­te ihre per­sön­li­che Best­wei­te am Sonn­tag auf 47,39 m. Im sel­ben Wett­be­werb beleg­te Son­ka Kiel­mann mit 42,00 m den sechs­ten Platz.

Im Kugel­sto­ßen der Män­ner sicher­te sich Juli­an Bilsky mit 13,71 m die Bronzemedaille.

Über 200 m der Frau­en lief Pau­la Hüsig sowohl im Halb­fi­na­le als auch im Fina­le erst­mals unter 25 Sekun­den – bei­de Male aller­dings bei zu star­kem Rücken­wind, sodass die Zei­ten nicht bes­ten­lis­ten­fä­hig sind. Mit 24,99 s beleg­te sie im A‑Finale einen star­ken vier­ten Platz. Im sel­ben Lauf ver­bes­ser­te auch Eli­sa­beth Grei­mel ihre per­sön­li­che Best­zeit unter den irre­gu­lä­ren Wind­be­din­gun­gen (+2,1 m/s) auf 25,41 s und wur­de Siebte.

Mehr­kämp­fe­rin Lea Zybur star­te­te am Sonn­tag im Kugel­sto­ßen und beleg­te mit 10,20 m Rang sieben.

Auch Manon Martsch zeig­te ein star­kes Ren­nen über 1.500 m der Frau­en. Nach­dem sie in ihrem Zeit­lauf Zwei­te gewor­den war, beleg­te sie mit neu­er per­sön­li­cher Best­zeit von 4:36,64 min im Gesamt­ergeb­nis Platz sieben.

Für das Fina­le über 100 m der Män­ner qua­li­fi­zier­te sich Faw­za­ne Sali­fou und sprin­te­te dort in 10,76 s auf Rang sie­ben. Hen­rik Schöps blieb im Zwi­schen­lauf mit 10,96 s erst­mals in sei­ner Kar­rie­re unter der 11-Sekun­­den-Mar­ke. Las­se Daut schied eben­falls im Zwi­schen­lauf aus, nach­dem er bereits im Vor­lauf mit 11,28 s eine neue per­sön­li­che Best­zeit auf­ge­stellt hatte.

Über 200 m wur­de Hen­rik im B‑Finale in 22,32 s Fünfter.

Ein muti­ges Ren­nen zeig­te Vic­to­ria Mey­er über 400 m der Frau­en. Sie gewann ihren Zeit­lauf in 59,19 s, was im Gesamt­ergeb­nis Platz acht bedeu­te­te. Auch Emma Rei­mer hat­te sich vor­ge­nom­men, erst­mals die 60-Sekun­­den-Mar­ke zu unter­bie­ten. Das gelang ihr mit 59,81 s, womit sie den 13. Platz belegte.

Eli­as Bie­ker (U20) star­te­te über 400 m der Män­ner und wur­de in 52,37 s Zwölfter.

Über 100 m der Frau­en lief Eli­sa­beth Grei­mel 12,57 s. Ron­ja Gol­ter­mann stell­te im Vor­lauf mit 13,27 s eine neue per­sön­li­che Best­zeit auf, Anni­ca Gör­litz erreich­te 13,37 s.

Über 100 m Hür­den der Frau­en lie­fen Lea Zybur (15,27 s) und Vic­to­ria Mey­er (15,29 s) nahe­zu iden­ti­sche Zei­ten. Für bei­de reich­te es jedoch nicht für den Ein­zug ins Finale.

Luna gewinnt Gold und Bronze bei Deutschen Jugendmeisterschaften

M.P. Als Titel­ver­tei­di­ge­rin und mit dem kla­ren Ziel, sich über ihre Para­de­stre­cke, die 400 m, eines der bei­den WM-Tickets zu sichern, reis­te Luna Fischer mit ihren Team-Kol­­le­­gin­­nen zu den Deut­schen U20-Meis­­ter­­schaf­­ten nach Bochum-Wat­­ten­­scheid (10.–12.07.2026).

Luna stürmt der Gold­me­dail­le ent­ge­gen (Foto: Mar­tin Haslbeck)

Die Ruhe vor dem Sturm (Foto: Mar­tin Haslbeck)

                                   

Bereits im Halb­fi­na­le unter­strich sie ihre Ambi­tio­nen ein­drucks­voll. Mit mehr als 2,5 Sekun­den Vor­sprung gewann sie ihren Lauf und zog als ins­ge­samt Zweit­schnells­te in das Fina­le am Sams­tag ein. Dort ging Luna das Ren­nen wie gewohnt mutig an, setz­te sich bereits auf den ers­ten 200 m leicht vom Feld ab und ver­tei­dig­te ihre Füh­rung auf der Ziel­ge­ra­den mit gro­ßem Kampf­geist. Obwohl die Kon­kur­renz noch ein­mal gefähr­lich nahe kam, brach­te sie den Sieg ins Ziel und gewann in 53,85 s mit nur 0,11 Sekun­den Vor­sprung die Gold­me­dail­le. Damit steht einer Nomi­nie­rung für die U20-Wel­t­­meis­­ter­­schaf­­ten in Euge­ne nichts im Wege.

 

Auch ihre Trai­nings­kol­le­gin­nen prä­sen­tier­ten sich in star­ker Form. Emi­lia Dierks lief im Halb­fi­na­le über 400 m in 58,40 s eine neue per­sön­li­che Best­zeit und zeig­te als Sechs­te ihres Laufs ein tol­les Rennen.

Emi­lia läuft Best­zeit über 400m (Foto: Mar­tin Haslbeck)

Syd­ney springt in neu­er PB auf Rang 9 im Drei­sprung (Foto: Mar­tin Haslbeck)

Syd­ney Felix stei­ger­te im Drei­sprung am Sams­tag eben­falls ihre per­sön­li­che Best­leis­tung auf 12,15 m. Sie war mit ihrer Mel­de­wei­te an Posi­ti­on 15 in den Wett­kampf gestar­tet und ver­pass­te letz­ten Endes mit einem tol­len Rang neun nur ganz knapp den End­kampf der bes­ten Acht und damit drei wei­te­re Versuche .

 

 

 

 

Nach ihrem Deut­schen Meis­ter­ti­tel über 400 m stell­te sich Luna am Sonn­tag zusätz­lich der Kon­kur­renz über 200 m. Mit einem Sieg in ihrem Halb­fi­na­le in 24,05 s qua­li­fi­zier­te sie sich über die Zeit für das Fina­le. Wie bereits am Vor­tag star­te­te sie von Bahn sie­ben und nutz­te die guten Bedin­gun­gen mit kräf­ti­gem Rücken­wind opti­mal aus. In neu­er per­sön­li­cher Best­zeit von 23,65 s sprin­te­te sie zur Bron­ze­me­dail­le und durf­te sich über ihre zwei­te Medail­le des Wochen­en­des freuen.

Hat allen Grund zur Freu­de: Luna holt Gold und Bron­ze! (Foto: Mar­tin Haslbeck)

Alle drei Ath­le­tin­nen rie­fen ihre Leis­tun­gen genau dann ab, als es dar­auf ankam. Ein herz­li­cher Glück­wunsch gilt des­halb auch ihrem Trai­ner Maxi Gil­de, der sie opti­mal auf die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten vor­be­rei­tet hat.

TiKiHi inklusiv — mit Teamgeist über die Langdistanz

Roth, 5. Juli 2026 – Der DATEV Chall­enge Roth zählt zu den größ­ten Tri­ath­lon­ver­an­stal­tun­gen der Welt. Mit der Frau­en­staf­fel „TiKiHi inklu­siv” war auch der VfL Ein­tracht Han­no­ver ver­tre­ten – und setz­te dabei ein star­kes Zei­chen für geleb­te Inklu­si­on im Sport.

Tina Deeken und Kirs­ten „Kiki“ Kroh­ne vom VfL Ein­tracht Han­no­ver gin­gen gemein­sam mit TVN-Vize­prä­­si­­den­­tin Hil­ke Wach an den Start. Das Trio bewäl­tig­te die Lang­di­stanz über 3,8 Kilo­me­ter Schwim­men, 180 Kilo­me­ter Rad­fah­ren und 42,2 Kilo­me­ter Laufen.

Die Vor­be­rei­tung ver­lief nicht ohne Her­aus­for­de­run­gen: Kiki Kroh­ne muss­te ver­let­zungs­be­dingt über meh­re­re Mona­te auf das Lauf­trai­ning ver­zich­ten, konn­te aber wei­ter­hin Rad fah­ren. Auch Hil­ke Wach wur­de kurz vor dem Wett­kampf durch einen hart­nä­cki­gen Infekt aus­ge­bremst. Trotz­dem blieb das Ziel bestehen: Gemein­sam in Roth star­ten und als Team die Stre­cke bewältigen.

Den Auf­takt über­nahm Para­schwim­me­rin Tina Deeken, die die Schwimm­stre­cke im Main-Donau-Kanal ohne Neo­pren­an­zug absol­vier­te und nach 1:20:26 Stun­den über­gab. Kiki Kroh­ne meis­ter­te anschlie­ßend die anspruchs­vol­le Rad­stre­cke trotz teil­wei­se kräf­ti­gem Wind und brach­te die Staf­fel nach 5:29:56 Stun­den in die zwei­te Wech­sel­zo­ne. Den Mara­thon lief Hil­ke Wach in 3:37:36 Stun­den und wur­de dabei von ihren Team­kol­le­gin­nen sowie den zahl­rei­chen Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern ent­lang der Stre­cke unterstützt.

Nach 10:30:47 Stun­den erreich­te die Staf­fel gemein­sam das Ziel und beleg­te einen her­vor­ra­gen­den 15. Platz in der Frauenwertung.

Neben der sport­li­chen Leis­tung stand vor allem die gemein­sa­me Bot­schaft im Mit­tel­punkt: Inklu­si­on gehört selbst­ver­ständ­lich zum Sport dazu. Men­schen mit unter­schied­li­chen Vor­aus­set­zun­gen tre­ten gemein­sam an, unter­stüt­zen sich gegen­sei­tig und errei­chen ihre Zie­le als Team.

Auch der sozia­le Gedan­ke wur­de umge­setzt: Über den Spon­sor team.ggu-software.com wird jeder Wett­kampf­start in eine Spen­de umge­wan­delt. Durch den Team­fak­tor drei kamen 188,70 Euro für den guten Zweck zusammen.

 

Deutsche Leichtathletikmeisterschaften U18/U23

M.P. Vom 03. bis 05.07. wur­den im Lohr­hei­de­sta­di­on in Bochum-Wat­­ten­­scheid die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten der Alters­klas­sen U18 und U23 aus­ge­tra­gen. Sechs Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten des VfL Ein­tracht Han­no­ver waren am Start und prä­sen­tier­ten sich dabei super.

Freitag

Am Frei­tag­nach­mit­tag eröff­ne­te Nelio Klein (U18) aus Sicht des VfL die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten über 400 m. Im vier­ten Vor­lauf über die Sta­di­on­run­de lief er mit 51,18 s die zweit­schnells­te Zeit sei­ner Kar­rie­re. Für den Final­ein­zug reich­te es zwar nicht, den­noch sam­mel­te er wert­vol­le Erfah­run­gen auf natio­na­ler Bühne.

Im Dis­kus­wurf­fi­na­le kam Nele Lau­ryn Stahl (U23) mit 46,05 m aus dem ers­ten Ver­such bis auf 25 Zen­ti­me­ter an ihre in die­sem Jahr auf­ge­stell­te per­sön­li­che Best­leis­tung (46,30 m) her­an. Damit beleg­te sie einen star­ken 9. Platz.

Samstag

Juli­an Schill (U18) zeig­te im Hoch­sprung einen her­vor­ra­gen­den Wett­kampf. Von der Ein­stiegs­hö­he bis zu sei­ner neu­en per­sön­li­chen Best­leis­tung von 1,94 m meis­ter­te er jede Höhe im ers­ten Ver­such – kein ande­rer Ath­let blieb bis dahin ohne Fehl­ver­such. Erst an 1,98 m war an die­sem Tag End­sta­ti­on. Sei­ne erst vor weni­gen Wochen bei den Lan­des­meis­ter­schaf­ten auf­ge­stell­te Best­leis­tung ver­bes­ser­te Juli­an damit um wei­te­re drei Zen­ti­me­ter und beleg­te im Feld von 15 Ath­le­ten einen star­ken 6. Platz.

Als Vier­ter der Mel­de­lis­te ange­reist, durf­te sich Niklas von Zit­ze­witz (U23) im Hoch­sprung berech­tig­te Hoff­nun­gen auf eine Medail­le machen. Nach sou­ve­rä­nen Sprün­gen über 1,98 m und 2,03 m war der Wett­kampf für ihn jedoch been­det. Mit die­ser Höhe beleg­te er am Ende den­noch einen guten 4. Platz.

Sonntag

Dass die 6‑Me­­ter-Mar­ke für sie kein Hin­der­nis mehr ist, hat­te Char­lot­te Wald­kirch bereits bei ihren bei­den ver­gan­ge­nen Wett­kämp­fen ein­drucks­voll bewie­sen. Die­se Serie setz­te sie auch im Weit­sprung­fi­na­le der U23 fort. Nach einem ungül­ti­gen ers­ten Ver­such lag sie mit ihrem zwei­ten Sprung zunächst außer­halb der Top Acht. Im drit­ten Durch­gang lan­de­te sie dann bei 6,01 m und sicher­te sich damit in ihrem ers­ten U23-Jahr einen star­ken 5. Platz.

Im Speer­wurf der MU23 ging Lukas Tso­ler­idis an den Start. Nach einem ungül­ti­gen ers­ten Ver­such stei­ger­te er sich zunächst auf 53,18 m und anschlie­ßend im drit­ten Durch­gang auf 54,96 m. In der End­ab­rech­nung bedeu­te­te dies Platz 16.

Feriensport Sommer

Auch in den Som­mer­fe­ri­en bie­ten wir wie­der Feri­en­sport an.