U20 WM Eugene: Luna mit starkem Auftritt über 400m
M.P. Vom 05.–09. August trifft sich die Weltelite der U20 Athletinnen und Athleten in Eugene (USA), um die Titel untereinander auszumachen.
Mit dabei ist unsere Star-Athletin Luna Fischer, nachdem sie im Juli erneut ihren Meistetitel über 400m verteidigen konnte.
In der Morgen-Session am Donnerstag, 07.08. (21:53 Uhr Deutscher Zeit) stand Luna im ersten der insgesamt Sieben Vorläufe (Heats) über die 400 m am Start. Jeweils die ersten drei Läuferinnen jedes Heats qualifizierten sich dabei für das Halbfinale. Luna startete auf Bahn 9 mit allen Konkurrentinnen im Rücken. Ohne Orientierung einer vor ihr laufenden Athletin musste sie also Vollgas geben — das gelang ihr jedoch wie immer sehr gut. Zwei Läuferinnen waren auf der Zielgeraden an ihr vorbeigezogen, an denen biss sich Luna jedoch fest und ließ sich mitziehen. So kam sie als deutlich Dritte ins Ziel und stand so sicher im Halbfinale. Besonders stark: ihre Zeit war nur zwei Hundertstelsekunden langsamer als ihre in Regensburg aufgestellte Bestzeit: 53,17 s zeigte die Anzeigetafel!
Nur wenige Stunden später, in der Abendsession (kurz nach 5 Uhr Deutscher Zeit) stand dann schon das Halbfinale auf dem Plan — keine leichte Aufgabe, mit so einer kurzen Regenerationszeit.
Luna zeigte allerdings auch hier ihre unglaubliche Stärke und kam als Sechste ihres Halbfinallaufs in einer erneut richtig guten Zeit von 53,96 s ins Ziel. Dies reichte zwar nicht für das Finale, bedeutete aber in der Endabrechnung einen hervorragenden 13. Platz — weltweit!
Wir sind stolz und gratulieren (auch dem Trainerteam) ganz herzlich!
Erfolgreiche Feriencamps beim VfL Eintracht
Auch in diesem Jahr veranstaltete der VfL Eintracht ein abwechslungsreiches Feriencamp für Kinder, das täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr stattfand. Die Woche war geprägt von einem vielfältigen Programm, das sowohl sportliche Aktivitäten als auch kreative Angebote umfasste. Zu Beginn eines jeden Tages standen verschiedene Team- und Bewegungsspiele auf dem Plan, bei denen die Kinder gemeinsam aktiv wurden und ihre Teamfähigkeit stärken konnten. Das Gemeinsame Mittagessen im Tennisheim bot eine willkommene Pause und Gelegenheit zum Quatschen. Am Nachmittag folgten die großen Programmpunkte, darunter Spiele wie „Capture the Flag“ und „Schlag die Crew“ Sowie die Wasserspiele die an den Heißen Tagen besonders viel für zusätzliche Motivation und Begeisterung bei den Teilnehmern sorgten. Trotz der Hitze an einigen Tagen blieb die Stimmung durchweg positiv. Regelmäßige pausen im Schatten mit Wassermelone und Eis waren sehr beliebt. Auch das Basteln oder gestalten von Perlenärmbändern kam sehr gut bei den Teilnehmern an. Ein besonderer Höhepunkt war der Erste-Hilfe-Kurs der Johanniter am letzten Tag des ersten Camps, bei dem die Kinder wichtige Kenntnisse erlernen konnten. Ein Highlight bei den Johannitern war das Anschauen des Einsatzwagens. In der Zweiten Woche gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit das Sportabzeichen zu absolvieren, dort hatten alle Teilnehmer Erfolg. Zusätzlich gab es für die Teilnehmer in der ersten Campwoche Goodie Bags mit Geschenken von den Johannitern und in der zweiten Woche Geschenke von der Organisation „Kinder Stark Machen“. Insgesamt kann das Feriencamp als rundum gelungen bezeichnet werden, da es Bewegung, Gemeinschaft und Freude in idealer Weise miteinander verbunden hat.
VfL Eintracht Hannover Triathlon überzeugt mit Top-Ergebnissen und Inklusion
Bei besten Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein präsentierten sich die Triathletinnen und Triathleten des VfL Eintracht Hannover beim BRAWO Triathlon am Salzgittersee in starker Form.
Für das Frauen-Team in der Landesliga sprang am Ende ein hervorragender fünfter Platz in der Mannschaftswertung heraus. Maßgeblichen Anteil daran hatten die geschlossenen Leistungen der VfL-Athletinnen.
Für das sportliche Highlight sorgte Kira-May Gresbrand, die in 1:19:09 Stunden nicht nur das TLL-Frauenfeld gewann, sondern sich damit auch den Landesmeistertitel AK35 sicherte. Ebenfalls starke Leistungen zeigten Greta Kottmann (18. Platz, 1:26:17 Stunden), Manja Woydt (22. Platz, 1:27:08 Stunden), Nuria Matyas (26. Platz, 1:28:15 Stunden), Mareike Weidemann (35. Platz, 1:32:55 Stunden) und Ina Hubert (51. Platz, 1:41:04 Stunden).
Neben den erfolgreichen Frauen zeigte auch die Herrenmannschaft des VfL Eintracht Hannover in der Landesliga eine geschlossene Teamleistung und belegte Platz 17 in der Mannschaftswertung. Udo Gremke kam in 1:18:50 Stunden auf den 50. Platz, Dirk Wiesenhöfer belegte in 1:21:05 Stunden Rang 60 und Bela Busskamp erreichte mit 1:23:12 Stunden den 72. Platz.
Abgerundet wurde der gelungene VfL-Auftritt durch den Start von Paratriathletin Tina Deeken. Die Athletin der Startklasse PTWC absolvierte die Sprintdistanz über 750 Meter Schwimmen, 25 Kilometer mit dem Handbike und fünf Kilometer im Rennrollstuhl in 1:46:15 Stunden und belegte damit Platz 9 in der inklusiven Wertung der Altersklasse 50.
Dass Inklusion beim Triathlon am Salzgittersee längst selbstverständlich gelebt wird, zeigte sich erneut hinter den Kulissen. Nach mehreren Jahren mit Para-Starts sind die Abläufe inzwischen bestens eingespielt. Zusätzliche Absprachen sind kaum noch notwendig – Veranstalterteam, Kampfrichter*innen und Helfende wissen genau, worauf es ankommt, und ermöglichen so einen reibungslosen Wettkampftag. Dabei konnte Tina Deeken insbesondere auf die Unterstützung von Supporter Francisco „Paco“ Cabanillas Garcia zählen.
Nicht nur in Salzgitter gab es Grund zum Feiern: Triathlon-Spartenleiter Maik Plesse wagte sich beim OstseeMan Triathlon 2026 an die Königsdisziplin und feierte seine Premiere auf der Langdistanz. Mit einer Zeit von 10:49:09 Stunden finishte er die extreme Herausforderung souverän.
In einem starken Teilnehmerfeld sicherte er sich damit Rang 55 von 206 in der Gesamtwertung (AK 50 Platz 7).
Mit dem Landesmeistertitel von Kira-May, dem 5. Platz der Frauen in der Landesliga, dem gelungenen Ergebnis der Herrenmannschaft, einem selbstverständlichem inklusiven Wettkampfauftritt von Tina sowie dem Langdistanz-Debüt von Spartenleiter Maik blickt der VfL Eintracht Hannover auf ein rundum erfolgreiches Wettkampfwochenende zurück.
Deutsche Meisterschaften 2026: Niklas und Marie mit Top-Resultaten
M.P. Zum dritten Mal in diesem Sommer war das neu eröffnete Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid Austragungsort Deutscher Meisterschaften. Nach den Jugend- und Juniorenmeisterschaften wurden am 25. und 26. Juli die nationalen Titelkämpfe der Aktiven ausgetragen.
Für den VfL Eintracht Hannover gingen Niklas von Zitzewitz im Hochsprung und Marie Pröpsting über 1.500 m an den Start – und beide zeigten starke Leistungen.
Bereits am Samstagmittag standen die Halbfinals über 1.500 m auf dem Programm. Marie reiste zwar als Zehnte der Meldeliste an, aufgrund der hohen Leistungsdichte war der Einzug in das zwölfköpfige Finale allerdings alles andere als selbstverständlich. In jedem der beiden Halbfinals qualifizierten sich die ersten sechs Läuferinnen unabhängig von ihrer Zeit.
Marie übernahm nach dem Start früh die Spitze des zwölfköpfigen Feldes und ließ sich auch vom zunehmend höheren Tempo nicht aus der Ruhe bringen. Bis auf die letzten 200 m behauptete sie sich an der Spitze und überquerte im harten Endspurt schließlich als Dritte in starken 4:19,29 min die Ziellinie. Der Finaleinzug war damit souverän geschafft.
Am Samstagnachmittag folgte das Hochsprungfinale. Niklas war als Sechster der Meldeliste angereist. Nach seiner überraschenden Silbermedaille bei den Deutschen Hallenmeisterschaften war klar: An einem guten Tag konnte er auch diesmal ganz vorne mitmischen.
Genau das zeigte er eindrucksvoll. Die Einstiegshöhe von 1,95 m sowie 2,00 m meisterte er jeweils im ersten Versuch. Über 2,05 m unterliefen ihm zunächst zwei Fehlversuche, doch im dritten Anlauf überquerte er die Höhe souverän. Anschließend sprang Niklas im zweiten Versuch die 2,10 m und stellte damit seine persönliche Bestleistung aus der Hallensaison ein.
Danach wurden 2,15 m aufgelegt – eine Höhe, die durchaus in Reichweite schien. Es ging um die Bronzemedaille, und Niklas kämpfte in allen drei Versuchen um jeden Zentimeter. Am Ende wollte die Latte zwar noch nicht liegen bleiben, doch trotz der unglücklichen Fehlversuche über die vorherigen Höhen, die im Vergleich zum höhengleichen Konkurrenten aus Garbsen den Ausschlag gaben, durfte er sich über einen hervorragenden 4. Platz freuen!
Am Sonntagnachmittag bei windigen Bedingungen stand schließlich das Finale über 1.500 m an. Marie hielt sich zunächst im Hauptfeld auf und sparte in dem typisch taktisch geprägten Meisterschaftsrennen ihre Kräfte. Nach rund 600 m übernahm sie die Führung und entzog sich damit dem dichten Gedränge im Feld. Als auf der Schlussrunde das Tempo noch einmal deutlich anzog, konnte sie den harten Spurt der Spitze zwar nicht ganz mitgehen, zeigte aber bis zum Ziel großen Kampfgeist, überholte noch eine Konkurrentin und belegte einen starken 8. Platz bei Deutschen Meisterschaften.
Herzlichen Glückwunsch an Niklas, Marie und die Trainerteams!
Inklusive Staffel mit Triathlon-Premiere bei den Finals
Im Rahmen der Finals 2026 ging beim Open Race des Sprinttriathlons am Steinhuder Meer das ‘Team Inklusion’ mit Tina Deeken, Stefan Niemeyer sowie Markus Hiller und Tammo an den Start. Die Staffel absolvierte den Wettkampf erfolgreich und erreichte in 1:23:20 Stunden den 9. Platz in der Mixed-Wertung.
Den Auftakt machte Paratriathletin Tina Deeken vom VfL Eintracht Hannover. Die amtierende Deutsche Meisterin über die Sprintdistanz in der Startklasse PTWC schwamm die 750 Meter im Steinhuder Meer bei 20° Wassertemperatur in 14:31 Minuten und übergab den Transponder direkt am Schwimmausstieg an Stefan Niemeyer. Dieser absolvierte die 20 Kilometer auf dem Rad in 32:02 Minuten.
Für den abschließenden 5‑Kilometer-Lauf sorgten Markus Hiller und sein Sohn Tammo. Das erfahrene Lauf-Duo, das bereits viele Laufveranstaltungen gemeinsam gemeistert hat, feierte dabei seine Triathlon-Premiere. Markus schob Tammo im Rollstuhl sicher bis zum Ziel (33:52 min.) und sorgte damit für einen emotionalen Abschluss der Staffel beim gemeinsamem Zieleinlauf.
Eine Besonderheit war der Ablauf der Wechsel: Der Transponderwechsel zwischen Paraschwimmerin und Radfahrer erfolgte direkt am Wasser, während Markus, Tammo und der Rollstuhl einen separaten freien Platz in der Wechselzone nutzten konnten. Diese individuelle Lösung ermöglichte einen sicheren und reibungslosen Ablauf und zeigte, wie Inklusion im Triathlon mit etwas Flexibilität ganz selbstverständlich umgesetzt werden kann.
Im Anschluss verfolgte das Team das hochklassig besetzte Eliterennen der Frauen und genoss die besondere Atmospäre der Finals am Steinhuder Meer.
Ein besonderer Dank gilt den Veranstaltern von TriathlonD-Events sowie den Bundes- und Landeskampfrichtern. Mit ihrer Offenheit und ihrer Bereitschaft, den besonderen Wechselablauf zu ermöglichen, haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass diese inklusive Staffel Teil des Open Race im Rahmen der Finals sein konnte.
Die Finals haben eindrucksvoll gezeigt, wie gelebte Inklusion im Triathlon aussehen kann. Im Podcast ‘Rezepte für Demokratie’ der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung spricht Tina Deeken darüber, warum echte Teilhabe weit über den Wettkampf hinausgeht und wie Sport Brücken zwischen Menschen bauen kann:
<https://www.lotto-sport-stiftung.de/aktuelles/eisschwimmen-teilhabe-und-viele-kleine-hindernisse-auf-der-strecke-mit-tina-deeken/>



Foto (Team): Vera Zellmer/NDR
Foto (Tina): Jan F. Helbig
Von Hannover nach Zagreb – Anni Sohnsmeyer startet bei der Jugend-EM
Jetzt ist es offiziell: Anni Sohnsmeyer wurde vom Deutschen Turner-Bund für die Jugend-Europameisterschaften in Zagreb nominiert. Vom 13. bis 16. August wird sie dort gemeinsam mit dem deutschen Team auf europäischer Bühne antreten.
Der Weg nach Zagreb führte über zwei entscheidende Qualifikationswettkämpfe – den Deutschen Jugendmeisterschaften in Backnang und dem Jugendländerkampf in Dortmund.
Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Anfang Juli zeigte Anni einen starken Mehrkampf. Bis zum letzten Gerät war das Rennen um den Deutschen Meistertitel völlig offen. Am Ende fehlten gerade einmal 0,033 Punkte zur Goldmedaille – im Turnen oft nicht mehr als ein minimal nicht ganz gestreckter Fuß oder eine winzige Haltungsabweichung. Mit der Silbermedaille sicherte sich Anni den Titel der Deutschen Vizemeisterin in der Altersklasse 15 und empfahl sich damit für den Jugendländerkampf beziehungsweise die Dortmund Trophy – den zweiten Qualifikationswettkampf für die Jugend-Europameisterschaften.
In Dortmund musste Anni ihre Leistung noch einmal bestätigen. Gegen die Auswahlmannschaften aus Frankreich, Großbritannien und der Schweiz turnte sie einen sicheren Vierkampf und erreichte 48,000 Punkte. Besonders stark präsentierte sie sich am Sprung (12,550 Punkte) und am Stufenbarren (12,450 Punkte). Das deutsche Team belgete insgesamt den dritten Platz hinter Frankreich und Großbritannien und Anni konnte sich aufgrund der gezeigten Leistungen über die Nominierung für die Jugend-Europameisterschaften freuen.
Damit hat Anni nun ein wesentliches Ziel dieser Saison erreicht. Entsprechend groß war die Freude, als der Deutsche Turner-Bund das deutsche Team bekannt gab. Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht: Bis zur EM in Zagreb stehen am Olympiastützpunkt Niedersachsen noch einige intensive Trainingswochen an.
Weltrekord Para Eisschwimmen: Tina Deeken schwimmt in der Arktis in die Geschichtsbücher
Ein außergewöhnliches Abenteuer mit einem historischen Erfolg: Tina Deeken vom VfL Eintracht Hannover hat bei einer Expedition nach Spitzbergen (Svalbard/Norwegen) einen neuen Weltrekord im Para-Eisschwimmen aufgestellt. Am 17. Juli 2026 schwamm sie in der Borebukta-Bucht am Borebreen-Gletscher bei eisigen 4,9 Grad Wassertemperatur 500 Meter in 11:44,97 Minuten – die längste jemals dokumentierte Para-Eisschwimmdistanz unter Arctic-Polar-Bedingungen.
Bereits einen Tag zuvor schrieb Tina Geschichte: Mit 325 Metern wurde sie zur ersten Para-Eisschwimmerin, die eine offiziell dokumentierte Arctic-Polar-Distanz im Polarmeer absolvierte.
Die Expedition wurde von Tinas langjährigem Freund und Coach Gerald Daringer (Aqua and Ice) aus Österreich geleitet. Gemeinsam mit einem erfahrenen internationalen Team führte die Reise bis auf 78 Grad nördlicher Breite. Nach der Akklimatisation im Hafen von Longyearbyen wurde der Schwimmkurs per GPS direkt vor dem Borebreen-Gletscher zwischen treibenden Eisschollen und kleinen Eisbergen abgesteckt. Begleitet von einem Zodiac meisterte Tina die anspruchsvolle Strecke souverän und wurde nach ihrem erfolgreichen Weltrekord unter großem Jubel an Bord der MS Farm empfangen.
Neben den sportlichen Herausforderungen beeindruckte auch die einzigartige Natur Spitzbergens. Auf dem Weg zum Gletscher begegneten dem Team Walrosse, Robben und Papageientaucher – eine Eisbärensichtung blieb glücklicherweise aus.
Mit ihrem neuen Weltrekord baut Tina Deeken ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte weiter aus. Die Athletin des VfL Eintracht Hannover gehört mit inzwischen 19 Weltmeister- und 9 Europameistertiteln zu den erfolgreichsten Para-Eisschwimmerinnen der Welt. Der VfL Eintracht Hannover gratuliert Tina und dem gesamten Expeditionsteam herzlich zu dieser außergewöhnlichen Leistung.
Nelio und Marie gewinnen Norddeutsche Meistertitel
Norddeutsche Meisterschaften Bremen | 11./12.07.2026
M.P. Parallel zu den Deutschen Jugendmeisterschaften fanden in Bremen die Titelkämpfe der Norddeutschen Verbände statt. Für viele stellte die Meisterschaft das letzte große Highlight in dieser Saison dar.
Zwei Titel für den VfL Eintracht
Nach seiner Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften in der Woche zuvor zeigte Nelio Klein erneut ein starkes Rennen über 400 m. In der Altersklasse U18 blieb er als einziger Athlet unter der 51-Sekunden-Marke und gewann in 50,93 s souverän die Goldmedaille.
Über 1.500 m der Frauen wollte zunächst niemand das Tempo übernehmen – auch aufgrund des starken Gegenwinds auf der Gegengeraden am Sonntagnachmittag. Rund 600 m vor dem Ziel setzte sich Marie Pröpsting an die Spitze des Feldes, verschärfte das Tempo und ließ anschließend keine Konkurrentin mehr an sich vorbei. Mit 4:28,17 min und knapp einer Sekunde Vorsprung wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich ebenfalls den Norddeutschen Meistertitel.
Bereits am Vortag war Marie über 800 m an den Start gegangen und hatte sich in neuer persönlicher Bestzeit von 2:09,46 min die Silbermedaille gesichert. Mit Blick auf die in zwei Wochen anstehenden Deutschen Meisterschaften sind diese Leistungen vielversprechend.
Einen kleinen Krimi erlebte Charlotte Waldkirch im Weitsprung der Frauen. Bis zum fünften Versuch führte sie das Feld mit 5,92 m an, gesprungen im zweiten Durchgang. Erst im vorletzten Versuch zog die Berlinerin Michelle Manke mit einem Zentimeter Vorsprung vorbei. Nachdem Charlotte in den vergangenen Wochen mehrfach die 6‑Meter-Marke übertroffen hatte, schien der Sieg weiterhin in Reichweite. Die beiden letzten Versuche waren jedoch leider ungültig, sodass sie sich am Ende mit dem Vizetitel zufriedengeben musste.
Ebenfalls Silber gewann Nele Lauryn Stahl im Diskuswurf der Frauen. Nach ihrem guten Auftritt bei den Deutschen U23-Meisterschaften knüpfte sie nahtlos an ihre tollen Leistungen an und steigerte ihre persönliche Bestweite am Sonntag auf 47,39 m. Im selben Wettbewerb belegte Sonka Kielmann mit 42,00 m den sechsten Platz.
Im Kugelstoßen der Männer sicherte sich Julian Bilsky mit 13,71 m die Bronzemedaille.
Über 200 m der Frauen lief Paula Hüsig sowohl im Halbfinale als auch im Finale erstmals unter 25 Sekunden – beide Male allerdings bei zu starkem Rückenwind, sodass die Zeiten nicht bestenlistenfähig sind. Mit 24,99 s belegte sie im A‑Finale einen starken vierten Platz. Im selben Lauf verbesserte auch Elisabeth Greimel ihre persönliche Bestzeit unter den irregulären Windbedingungen (+2,1 m/s) auf 25,41 s und wurde Siebte.
Mehrkämpferin Lea Zybur startete am Sonntag im Kugelstoßen und belegte mit 10,20 m Rang sieben.
Auch Manon Martsch zeigte ein starkes Rennen über 1.500 m der Frauen. Nachdem sie in ihrem Zeitlauf Zweite geworden war, belegte sie mit neuer persönlicher Bestzeit von 4:36,64 min im Gesamtergebnis Platz sieben.
Für das Finale über 100 m der Männer qualifizierte sich Fawzane Salifou und sprintete dort in 10,76 s auf Rang sieben. Henrik Schöps blieb im Zwischenlauf mit 10,96 s erstmals in seiner Karriere unter der 11-Sekunden-Marke. Lasse Daut schied ebenfalls im Zwischenlauf aus, nachdem er bereits im Vorlauf mit 11,28 s eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt hatte.
Über 200 m wurde Henrik im B‑Finale in 22,32 s Fünfter.
Ein mutiges Rennen zeigte Victoria Meyer über 400 m der Frauen. Sie gewann ihren Zeitlauf in 59,19 s, was im Gesamtergebnis Platz acht bedeutete. Auch Emma Reimer hatte sich vorgenommen, erstmals die 60-Sekunden-Marke zu unterbieten. Das gelang ihr mit 59,81 s, womit sie den 13. Platz belegte.
Elias Bieker (U20) startete über 400 m der Männer und wurde in 52,37 s Zwölfter.
Über 100 m der Frauen lief Elisabeth Greimel 12,57 s. Ronja Goltermann stellte im Vorlauf mit 13,27 s eine neue persönliche Bestzeit auf, Annica Görlitz erreichte 13,37 s.
Über 100 m Hürden der Frauen liefen Lea Zybur (15,27 s) und Victoria Meyer (15,29 s) nahezu identische Zeiten. Für beide reichte es jedoch nicht für den Einzug ins Finale.
Luna gewinnt Gold und Bronze bei Deutschen Jugendmeisterschaften
M.P. Als Titelverteidigerin und mit dem klaren Ziel, sich über ihre Paradestrecke, die 400 m, eines der beiden WM-Tickets zu sichern, reiste Luna Fischer mit ihren Team-Kolleginnen zu den Deutschen U20-Meisterschaften nach Bochum-Wattenscheid (10.–12.07.2026).
Bereits im Halbfinale unterstrich sie ihre Ambitionen eindrucksvoll. Mit mehr als 2,5 Sekunden Vorsprung gewann sie ihren Lauf und zog als insgesamt Zweitschnellste in das Finale am Samstag ein. Dort ging Luna das Rennen wie gewohnt mutig an, setzte sich bereits auf den ersten 200 m leicht vom Feld ab und verteidigte ihre Führung auf der Zielgeraden mit großem Kampfgeist. Obwohl die Konkurrenz noch einmal gefährlich nahe kam, brachte sie den Sieg ins Ziel und gewann in 53,85 s mit nur 0,11 Sekunden Vorsprung die Goldmedaille. Damit steht einer Nominierung für die U20-Weltmeisterschaften in Eugene nichts im Wege.
Auch ihre Trainingskolleginnen präsentierten sich in starker Form. Emilia Dierks lief im Halbfinale über 400 m in 58,40 s eine neue persönliche Bestzeit und zeigte als Sechste ihres Laufs ein tolles Rennen.
Sydney Felix steigerte im Dreisprung am Samstag ebenfalls ihre persönliche Bestleistung auf 12,15 m. Sie war mit ihrer Meldeweite an Position 15 in den Wettkampf gestartet und verpasste letzten Endes mit einem tollen Rang neun nur ganz knapp den Endkampf der besten Acht und damit drei weitere Versuche .
Nach ihrem Deutschen Meistertitel über 400 m stellte sich Luna am Sonntag zusätzlich der Konkurrenz über 200 m. Mit einem Sieg in ihrem Halbfinale in 24,05 s qualifizierte sie sich über die Zeit für das Finale. Wie bereits am Vortag startete sie von Bahn sieben und nutzte die guten Bedingungen mit kräftigem Rückenwind optimal aus. In neuer persönlicher Bestzeit von 23,65 s sprintete sie zur Bronzemedaille und durfte sich über ihre zweite Medaille des Wochenendes freuen.
Alle drei Athletinnen riefen ihre Leistungen genau dann ab, als es darauf ankam. Ein herzlicher Glückwunsch gilt deshalb auch ihrem Trainer Maxi Gilde, der sie optimal auf die Deutschen Meisterschaften vorbereitet hat.
TiKiHi inklusiv — mit Teamgeist über die Langdistanz
Roth, 5. Juli 2026 – Der DATEV Challenge Roth zählt zu den größten Triathlonveranstaltungen der Welt. Mit der Frauenstaffel „TiKiHi inklusiv” war auch der VfL Eintracht Hannover vertreten – und setzte dabei ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion im Sport.
Tina Deeken und Kirsten „Kiki“ Krohne vom VfL Eintracht Hannover gingen gemeinsam mit TVN-Vizepräsidentin Hilke Wach an den Start. Das Trio bewältigte die Langdistanz über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen.
Die Vorbereitung verlief nicht ohne Herausforderungen: Kiki Krohne musste verletzungsbedingt über mehrere Monate auf das Lauftraining verzichten, konnte aber weiterhin Rad fahren. Auch Hilke Wach wurde kurz vor dem Wettkampf durch einen hartnäckigen Infekt ausgebremst. Trotzdem blieb das Ziel bestehen: Gemeinsam in Roth starten und als Team die Strecke bewältigen.
Den Auftakt übernahm Paraschwimmerin Tina Deeken, die die Schwimmstrecke im Main-Donau-Kanal ohne Neoprenanzug absolvierte und nach 1:20:26 Stunden übergab. Kiki Krohne meisterte anschließend die anspruchsvolle Radstrecke trotz teilweise kräftigem Wind und brachte die Staffel nach 5:29:56 Stunden in die zweite Wechselzone. Den Marathon lief Hilke Wach in 3:37:36 Stunden und wurde dabei von ihren Teamkolleginnen sowie den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern entlang der Strecke unterstützt.
Nach 10:30:47 Stunden erreichte die Staffel gemeinsam das Ziel und belegte einen hervorragenden 15. Platz in der Frauenwertung.
Neben der sportlichen Leistung stand vor allem die gemeinsame Botschaft im Mittelpunkt: Inklusion gehört selbstverständlich zum Sport dazu. Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen treten gemeinsam an, unterstützen sich gegenseitig und erreichen ihre Ziele als Team.
Auch der soziale Gedanke wurde umgesetzt: Über den Sponsor team.ggu-software.com wird jeder Wettkampfstart in eine Spende umgewandelt. Durch den Teamfaktor drei kamen 188,70 Euro für den guten Zweck zusammen.















Fotos: Jack Griesbeck





