Lan­des­meis­ter­schaf­ten für Män­ner, Frau­en und Jugend U 16 in Hannover

P.H. (und R.S.)   Die Lan­des­meis­ter­schaf­ten für Män­ner, Frau­en und Jugend waren für die Zeit vom 26. bis 28. Juni in Göt­tin­gen geplant und muss­ten auf­grund der Coro­na Pan­de­mie ausfallen.

Nun wur­de die Lan­des­meis­ter­schaft am 12. und 13. Sep­tem­ber 2020 im Eri­ka-Fisch-Sta­di­on in Han­no­ver nach­ge­holt. Als ört­li­cher Aus­rich­ter fun­gier­te der VfL Ein­tracht Han­no­ver unter Lei­tung von Clau­dia Nyhuis. Die Wett­kampf­lei­tung oblag der NLV-Vize­prä­si­den­tin Wett­kampf­sport Petra Möh­le. Für Orga­ni­sa­ti­on und Abwick­lung der Kas­sen­ge­schäf­te war Ros­wi­ta Schlach­te vom VfL Ein­tracht zustän­dig. Die Ein­wer­bung der Hel­fer wur­de maß­geb­lich von Simon Bie­ker, Leicht­ath­le­tik-Abtei­lungs­lei­ter des VfL Ein­tracht Han­no­ver, erfolg­reich vor­ge­nom­men. Die Meis­ter­schaft hat­te trotz der Coro­na Pro­ble­ma­tik mit allen Ein­schrän­kun­gen und eines umfas­sen­den Hygie­nekon­zep­tes für den Ver­an­stal­ter und die Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten sehr gro­ßen Zuspruch. Die lan­ge Wett­kampf­pau­se bewirk­te eine star­ke Nach­fra­ge. 598 Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten mit 852 Mel­dun­gen bewar­ben sich um die Landestitel.

Die Leicht­ath­le­tin­nen und Leicht­ath­le­ten des VfL Ein­tracht Han­no­ver waren auf der Heim­an­la­ge im Eri­ka-Fisch-Sta­di­on sehr erfolg­reich, obwohl es coro­nabe­dingt eini­ge Beein­träch­ti­gun­gen ins­be­son­de­re in der Trai­nings­grup­pe von Roland Stroh­schnit­ter gab. Der VfL Ein­tracht freu­te sich über 6 Gold‑, 12 Sil­ber- und 7 Bron­ze­rän­ge. Hin­zu kamen 20 wei­te­re End­kampf­plät­ze. Die Fül­le der Ergeb­nis­se lässt eine voll­stän­di­ge Bericht­erstat­tung nicht zu, wofür wir um Nach­sicht bitten.

Die Män­ner erkämpf­ten drei Lan­des­ti­tel. Wie­der ein­mal war Luis Grewe, der als Jugend­li­cher die Män­ner­ti­tel im Weit- und Drei­sprung gewann, der erfolg­reichs­te Ath­let. Im Drei­sprung erreich­te er mit 14,41 Metern erneut eine sehr gute Leis­tung. Den Weit­sprung gewann Luis mit 7,05 Metern und zeig­te erneut, dass es unter 7 Meter kei­ne Ergeb­nis­se mehr für ihn gibt. Faw­za­ne Sali­fou freu­te sich als Drit­ter über 6,51 Meter. Gro­ße Über­ra­schung im Kugel­sto­ßen: Juli­an Bilsky stei­ger­te sich auf die per­sön­lich Best­leis­tung von 14,49 Meter und wur­de Lan­des­meis­ter. Im Dis­kus­wurf warf Maxi­mi­li­an Gil­de 38,34 Meter und erreich­te den zwei­ten Rang, gefolgt von Juli­an Bis­ky, der 38,55 Meter erreich­te und Drit­ter wur­de. Im 100 Meter Fina­le erreich­te Robert Wol­ter den Bron­zerang in guten 11,04 Sekun­den. Armin Baar­s­ke kam auf den sechs­ten Platz in 11,29 Sekun­den. Armin, in die­sem Jahr stark ver­bes­sert, wur­de über 200 Meter in 22,84 Sekun­den Fünf­ter.  Die 4 x 100 Meter-Staf­fel lief in 43,06 Sekun­den (SB) ersatz­ge­schwächt auf den drit­ten Rang in der Beset­zung  Kai Szy­bi­ak, Robert Wol­ter, Len­nard Kol­ter und Armin Baarske.

Im 100 Meter Frau­en-Fina­le lief Lea Ahrens auf den Bron­zerang mit 11,93 Sekun­den Sai­son­best­zeit. Über 200 Meter war sie auf dem Sil­ber­rang mit 24,26 Sekun­den auch schnell unter­wegs. Anne Gebau­er freu­te sich erneut über den Sieg im 400 Meter-Hür­den-Ren­nen in 62,03 Sekun­den, 5 Sekun­den vor der Zweit­plat­zier­ten. Gro­ße Über­ra­schung berei­te­te uns der Start von Anne im 800 Meter Fina­le. Der Sil­ber­rang in der Zeit von 2:12,61 Minu­ten war sen­sa­tio­nell. Es folg­ten auf den Plät­zen vier und fünf Smil­la Kol­be in 2:16,36 und Jana Schlü­sche in 2:16,70 Minu­ten. Marie Pröps­ting lief nach län­ge­rer Ver­let­zungs­pau­se über 1.500 Meter ein gutes Ren­nen in 4:41,22 Minu­ten und freu­te sich über den zwei­ten Rang. Sven­ja Wöl­ke gewann im Drei­sprung der Frau­en­klas­se Sil­ber und ver­fehl­te ihre Best­leis­tung mit 11,33 Metern nur knapp. Gre­ta Baule­cke sprang 5,40 Meter weit. Anni­ka Grütz­ner warf den Dis­kus 37,37 Meter weit und Lea Zybur erziel­te im Speer­wurf 34,31 Meter. Die 4 x 100 Meter-Staf­fel der Frau­en erreich­te den Sil­ber­rang in Sai­son­best­zeit von 49,15 Sekun­den. So lie­fen unse­re Mädels: Sven­ja Pape, Lea Ahrens, Miri­am Hop­pe und Johan­na Schier­holt. In unse­rem erfolgs­ge­wohn­ten Frau­en­team fehl­te Luna Bul­mahn, die in der gesam­ten Frei­luft­sai­son krank­heits- und ver­let­zungs­be­dingt kei­nen Wett­kampf bestrit­ten hat. Ann Kath­rin Kopf und Michel­le Jani­ak hat­ten die Wett­kampf­sai­son nach anstren­gen­den Wett­kämp­fen bei der Deut­schen Meis­ter­schaft in Braun­schweig bereits beendet.

In der Wett­kampf­klas­se W 14/15 waren unse­re Mädels beson­ders erfolg­reich: Meret Marie Ples­se gewann das Speer­wer­fen mit sehr guten 36,70 Metern. Jean­ne Ali­poé stieß die Kugel auf die Sie­ges­wei­te von 11,54 Metern. Bei­de Mädels freu­ten sich über die Gold­rän­ge und den Gewinn der Lan­des­meis­ter­schaf­ten sehr. Meret Marie Ples­se sprang 5,51 Meter weit und wur­de damit Vize­lan­des­meis­te­rin. Mile­na Sho­na­va folg­te mit 5,27 Metern auf Platz drei. Mile­na wur­de mit über­sprun­ge­nen 1,57 Metern eben­falls Vize­lan­des­meis­te­rin. Die Drei waren im Sie­ben­kampf sehr erfolg­reich. Der Bericht dar­über folgt noch.

Luna Fischer, Jahr­gang 2007, star­te­te in der höhe­ren Wett­kampf­klas­se der W 14 und lief über 800 Meter die sen­sa­tio­nel­le Zeit von 2:22,95 Minu­ten und ver­bes­ser­te ihre bis­he­ri­ge Best­zeit um mehr als 10 Sekun­den. Mit die­ser Zeit gehört sie zu den 10 Bes­ten im DLV-Bereich (momen­tan Platz 3). Über die schnel­le Zeit und den Vize­ti­tel freu­te sich Luna zusam­men mit Trai­ner Maxi Gil­de sehr.

Luna scheint durch ihre Zier­lich­keit zwar manch­mal unschein­bar, jedoch zei­gen ihre Leis­tun­gen ihr Talent, Wil­len und vor­al­lem ihr Poten­zi­al. Foto: Gilde

In der Wett­kampf­klas­se M 15 sprang Carl Jonas Rehab 1,69 Meter hoch und wur­de Vize­meis­ter, Niklas von Zit­ze­witz folg­te auf dem drit­ten Platz mit über­sprun­ge­ner Höhe von 1,62 Metern. Lukas Tsole­ri­dis warf den Speer auf die neue Best­leis­tung von 49,97 Meter und erreich­te den Sil­ber­rang. In der Klas­se W14 sprang Eli­as Feli­ce Bie­ker 5,11 Meter weit und erreich­te den Bronzerang.

Die­se Lan­des­meis­ter­schaft wird allen Betei­lig­ten in Zei­ten der Coro­na Pan­de­mie in Erin­ne­rung blei­ben. Trotz aller Ein­schrän­kun­gen und der zeit­li­chen Ver­schie­bung war es gut, dass die Meis­ter­schaft im qua­li­ta­tiv guten Rah­men in Han­no­ver statt­ge­fun­den hat.